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Einführung | Aktion | Kontemplation | Netzwerk |
| Einführung
"Das wichtigste am Zentrum für Aktion
und Kontemplation ist das Und!" Das Besondere am Ansatz und der Lehre
Richard Rohrs ist die Verbindung von sozialer Aktion und einem
kontemplativen Lebensstil.
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| Im folgenden Artikel aus der Zeitschrift Radical beschreibt Richard Rohr seine Vorstellung von Aktion und Kontemplation. | ||||
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Ein Zentrum für
Aktion und Kontemplation Von Anfang an fanden die
Leute unseren Namen gut und haben uns damit bestätigt. Er war sperrig,
aber gleichzeitig anschaulich und geradeheraus. Wir hofften, dass dieser
Name uns die Ehrlichkeit bewahren und uns zur Ausgeglichenheit und immer
neuer Integration zwingen würde. Keiner, der es ernst meint, konnte mit
diesem erklärten Ziel nicht einig sein. Es beinhaltet eine klassische und
dabei universale Spiritualität. Aber nun sind vier Jahre
vergangen, und ich werde den Eindruck nicht los, dass manche unseren Namen
aus den falschen Gründen befürworten. Die Aktivisten verstehen ihn als
eine Bestätigung ihres Programms und die Introvertierten nutzen ihn, um
ihre Ruhezeiten, ihr Nichts-Tun und die Nabelschau ihrer
Freizeitgesellschaft zu rechtfertigen. In keinem dieser Ansätze finden
wir die empfindliche Balance und Kunst, die wir uns erhoffen. Aktion – wie wir das Wort gebrauchen – meint weder Aktivismus und Geschäftigkeit, noch den Drang zur Weltverbesserung. „Aktion“ meint aber wohl eine klare Entscheidung für ein Einmischen und ein Engagement im sozialen Gefüge. Anstehende Fragen und Probleme werden nicht allein durch Reflektion, Diskussion oder auch Gebet zu lösen sein. Gott „arbeitet zusammen“ mit all denen, die lieben (Römer 8,28). Mit Kontemplation
meinen wir die bewusste Suche nach Gott verbunden mit der Bereitschaft,
sich abzulösen von dem Selbst, das vergeht, von der Tyrannei der Gefühle,
von der Abhängigkeit vom eigenen Image und von den falschen
Versprechungen der Welt. Kontemplation ist die „göttliche Therapie“
und ein immer geöffnetes Clearinghaus (Verrechnungsstelle) für die Seele. Es ist wichtig,
dass wir das immer wieder deutlich machen und an diesen beiden Dreh- und
Angelpunkten unseres Lebens fest halten. Auf die rechte Weise angewandt,
werden sich Aktion und Kontemplation immer gegenseitig regulieren,
ausgleichen und verwandeln. Jedes für sich gesehen führen sie in eine
Sackgasse und bleiben in der Persönlichkeit gefangen. Das erklärte Ziel
unseres Zentrums ist, die Menschen da zu treffen „wo sie gerade sind“
und in ihnen Vertrauen zu wecken für etwas „wo sie nicht sind“. Das
ist für uns alle ein endloser rhythmischer Tanz. Der Tanzschritt ändert
sich hin und wieder, doch immer werden wir geführt von dem Einen Anderen.
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